Nach gemütlichem Frühstück machten wir den Camper abfahrtsbereit und fuhren zum Trailhead der heutigen Wanderung. Wieder einer Empfehlung des Visitor Centers folgend, nahmen wir den Aufstieg zur Kings Ridge in Angriff. Selten hatten wir eine derart steile und langgezogene Wegführung zu bewältigen, bis endlich der erste Aussichtpunkt in Sicht kam. Beim Verzehr eines Riegels und einer Tasse Tee blickten wir zur Linken auf die Bergkette von Mount Brook, Mount Blane und Mount Burney und direkt vor uns ragte eine markante Felsspitze in den Himmel. Weiter ging es eigentlich leicht ansteigend auf dem Grat, was allerdings durch reichlich Schnee und damit stellenweise hohe „Einsink-Wahrscheinlichkeit“ weiter recht anstrengend verlief. Vom höchsten Punkt der Ridge wollten wir dann eigentlich ins vor uns liegende Tal des King Creek absteigen, fanden allerdings den Wegeinstieg, der auf unserer Karte verzeichnet war nicht und machten uns deshalb auf dem gleichen Weg, wie wir gekommen waren auf den Rückweg. Wieder am Camper ergab sich noch ein kurzer Plausch mit Ross aus Calgary, der uns wissen lies, dass unsere Entscheidung nicht zum King Creek abgestiegen zu sein vollkommen richtig war. Er kannte die Gegend und wusste zu berichten, das die Wegführung durch das Tal durch eine Flut im Jahr 2013 vollkommen zestört, und bis heute noch nicht wieder in Stand gesetzt wurde – wir hätten uns also in eine recht ungemütliche Lage bringen können… Am Trailhead stärkten wir uns noch mit Sandwiches und nahmen auch eine Dusche, um danach frisch die Schotterpiste des Smith-Dorrien/Spray Trail unter die 4-Rad getriebenen Räder zu nehmen. Unser heutiges Übernachtungsziel lag nämlich in einem kaum besiedelten Tal des Spray Valley Wildland Provincial Parks, direkt am Spray Lake Reservoir, einem riesigen Speichersee gelegen. Nach etwa zweieinhalb Stunden langsamer Fahrt durch das durch Weite und Abendlicht eindrucksvolle Tal erreichten wir den Campground um uns für die Nacht einzurichten.

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Ausblick von der Kings Ridge

Auf dem Programm heute stand eine kleinere Wanderung zu einem kleinen Bergsee – dem Rawson Lake, der etwas oberhalb des Upper Kananaskis Lake gelegen ist. Da diese Wanderung nicht allzu lange Zeit in Anspruch nehmen sollte, ergab sich so die Möglichkeit heute auch einen Lagerfeuerabend einzuplanen. Als Céline heute morgen zu diesem Zweck Feuerholz bei der Campsitemanagerin abholte und bei einem kleinem Plausch von unseren Wanderplänen erzählte, erfuhren wir, dass heute Nacht wohl ein Schwarzbär auf dem Campground gesichtet wurde und sich vermutlich noch in der Gegend aufhalten sollte. Darum wurde uns kurzerhand eine Dose Bearspray – ein hochkonzentriertes Pfefferspray – ausgeliehen, um für den Notfall gerüstet zu sein – sehr freundlich! Auf dem Weg zum Upper Lake, der über einen asphaltierten Fahrradweg führte, kamen uns dann auch zwei Ranger entgegen, die den naheliegenden Bachlauf in Augenschein nahmen, aber wohl keine Sichtung des Bären machten. Am Upper Lake angekommen genossen wir zunächst den Blick auf den noch halb-zugefrorenen See, bevor wir uns an seiner Süd-Westseite an den Aufstieg zu Rawson Lake machten. Der Aufstief verlief eigentlich unspanned durch dichten Wald, war aber zu ca. 90% noch von Schnee bedeckt, was dazu führte, dass manche Passagen recht vereist waren, da heute viel „Verkehr“ unterwegs war. Am Ziel angekommen präsentierte sich der noch zugefrorene See, eingerahmt zu drei Seiten von steil aufragenden Berghängen und bot so eine tolle Aussicht für unsere Tee & Riegel Pause. Auf dem Rückweg zum Rückweg zum Campground begeneten wir noch zwei Campernachbarn, die sich mit Kamera bewaffnet auf Bärenjagd begeben hatten und von uns erfahren wollten, ob wir Meister Petz auf unserem Weg gesehen hätten. Wir mussten verneinen, empfahlen aber den Spaziergang zum Upper Lake, was dankbar aufgenommen wurde. Zurück am Platz gaben wir zunächst mit Dank das Spray zurück und erfuhren, dass sich der Bär wohl tatsächlich noch in der Gegend aufhalten sollte. Wir nahmen die Neuigkeiten gelassen zur Kenntnis und machten uns an die Vorbereitungen unseres Abendessens, wofür heute zunächst ein Lagerfeuer entfacht werden musste – da das erstandene Holz ordentlich getrocknet war, ging dies recht flott von der Hand und wir konnten schon bald unsere marinierten Steaks, begleitet von gefüllten Champions auflegen. Als Nachtisch wurden Bananen gegrillt und mit Ahornsirup verfeinert. Es folgte der gemütliche Teil mit kanadischem Craftbier und Céline Marshmallow Premiere. Ausgerüstet mit einseitig schokolierten Keksen wurde versucht den perfekten Schmelzpunkt eines Marshmallows zu finden und das Resultat mit Keks und Schokolade zu einem „Sandwich“ zu vereinen: Sehr, sehr süß und mächtig, aber lecker…

fullsizeoutput_2a50Abendessen

Der Empfehlung aus dem Visitor Center folgend nahmen wir uns heute die Gratwanderung auf der Wasootch Ridge vor. Da wir uns mittlerweile in einem Provincial Park und nicht mehr in Nationalparks bewegen, lassen die Wegmarkierungen und die Pflege der Wege doch – gemessen an Alpenstandards – zu wünschen übrig. Dies hatte heute zur Folge, dass wir zunächst etwa 20 Minuten den Wegeinstieg suchten und schließlich, den Richtigen gefunden, sehr steil den größten Teil der Höhenmeter im ersten Viertel der einfachen Wanderstrecke angingen. Dann aber, wie zur Belohnung öffnete sich der Blick nach links und rechts in die angrenzenden Täler und die anschließenden Gebirgszüge. Der Wegverlauf ging weiter langsam, aber stetig bergan, so dass schließlich auch vor uns die Bergwelt mehr und mehr einsehbar war. Bei herrlichem Wetter und angenehemen Temperaturen war so der größte Teil der heutigen Unternehmung reinstes Wandervergnügen. Zurück am Camper folgte zunächst eine Sandwichbelohnung und wir machten uns auf, zum im Süden des Counties liegenden Seengebiet, bestehend aus Upper- und Lower Kananaskis Lake. Etwas unbedarft und durch die posiiven Erfahrungen der letzten Tage, hatten wir nicht vorreserviert und da das Wochenende anstand, war so auch kein Platz mehr auf einem Platz mit Stromanschluss zu bekommen. Nach einigem Hin- und Her landeten wir schließlich auf dem Lower Lake Campground, wo wir uns bei der Selbsregistrierung für die folgenden  zwei Nächte eingetragen haben.

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Ausblick von der Wasootch Ridge

Mit dem Aufstehen stellten wir heute fest, dass es zwar noch leicht regnete, die Temperaturen aber wieder deutlich angezogen hatten. So entschieden wir uns die Wandervorbereitungen zu erledigen, um später flexibel zu entscheiden, ob wir tatsächlich eine Runde gehen wollen. Vom Campground ging es zunächst über Highway 40 zum Kananaskis Visitor Information Center. Dort erhielten wir von einer Rangerin einige Empfehlungen, wie wir trotz Schnee in den Höhenlagen einige aussichtsreche Wanderungen in der Region unternehmen könnten. Auch dei aktuelle Wettervorhersage stellte für die nächsten Tage stabilen Hochdruck und Temperaturen um und über 20 Grad in Aussicht und so entschlossen wir uns am nahegelegenen Barrier Lake den Weg hoch zum Prairie Lookout unter die Wanderstiefel zu nehmen. Der Weg hoch zum Aussichtspunkt verlief über weite Strecken unspektakulär in bewaldetem Gebiet und wurde in den höheren Lagen zunehmend tief, sprich: matschig. Als dann auch noch ein wenig Hagel einsetzte, kam bei Teilen einer uns entgegen kommenden Schulklasse Unruhe aus, und um uns herum rutschten ca. 10 bis 12 Jährige, teils auf dem Hinterteil bergabwärts. Der mittlerweile offene Blick veriet allerdings, dass der Niederschlag örtlich sehr begrenzt war und auch bald weiterziehen würde. Wenig später standen wir dann am Lookout Point und hatten bei Sonnenschein eine herrliche Fernsicht in die Prärieebenen im Nordosten, sowie die Gebirgszüge im Südwesten. Der weitere Weg führte uns über deutlich bessere Pfade, über den Jewel Pass zurück zum See, an dessen Nordufer wir dann wiederum in tiefem Geläuf zurück zum Parkplatz kamen. Erfreut darüber, dass heute doch noch eine so schöne Wanderung zustande kam und auch etwas erledigt, da wir doch ca. 10 Kilometer und knapp 500 Höhenmeter (einfach) hinteruns gebracht hatten, wurden erstmal Sandwiches geschmiert und zuckerreiche Limonade zugeführt, was dann auch schnell wieder zur Herstellung der Normalform führte. Die Nacht verbringen wir auf dem sehr schön gelegenen Campground der Sundance Lodges etwas weiter südlich am Highway 40 gelegen.

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Blick in die Prärieebene

Für heute war eigentlich ein entspannter Transfertag geplant: Vormittags Besuch des Cave & Basin National Monuments, danach Entspannung in den Hot Springs in Banff, dann Fahrt nach Canmore für ein paar Einkäufe und dann weiter zu einem Campground im weiter südlich gelegenen Kananaskis Country. Nüchtern betrachtet lief der Tag auch genau so ab, allerdings spielte das Wetter wieder eine Hauptrolle. Hatten wir gestern noch herrlichen Sonnenschein und sommerliche Temperaturen, so war der Besuch des National Monuments bereits ungemütlich, da die Temperaturen auf 0 bis 5 Grad abgesackt waren und Schneeregen den Besuch der Aussenanlagen auf das Notwendigste beschränkte. Da das Herzstück des Museums, die in einer Kaverne befindliche heiße Quelle und ein Ausstellungssaal mit einer Videovorführung zum Nationalparksystem den Landes im Inneren untergebracht sind, war das Wetter jetzt noch Nebensache. Die Quelle stellt die Keimzelle des Tourismus in den Rockies, und mittlelbar auch den Beginn des Nationalparkgedankes im ganzen Land dar und hat so eine herausgehobene Stellung und dient mittlerweile als reines Museumgelände. Die nutzbaren heißen Quellen liegen etwas entfernt und waren unser nächstes Ziel. Bereits während der kurzen Fahrt dorthin wandelte sich der Schneeregen in dicke Flocken und bald blickten wir vom angenehm auf 39 Grad temperierten Pool auf eine Winterlandschaft ringsumher. Die Fahrt nach Canmore war dann geprägt von Staunen, wie Ende Mai solch ein Wetterumschwung möglich ist. Kurz die Einkäufe erledigt und dann weiter über den Bow Valley Parkway und Highway 1X zum Bow Valley Campground, wo wir über den vorhandenen Stromanschluss sehr erfreut waren, da so die Temperatur im Camper schnell in angenehme Bereiche gebracht, und eine angenehme Nachtruhe gesichert war.

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Fahrt von den Banff Hot Springs nach Canmore

Wieder tolles Wetter, was uns schon unheimlich wird… Da haben wir uns entschlossen heute eine längere Wanderung am vorgestern bereits kurz erkundigten Lake Minnewanka anzugehen. Ziel war der Aylmer Lookout hoch über dem See. Die Wanderung nahm insgesamt etwa 8 Stunden in Anspruch, ging nach der Anfahrt an den See zunächst eben für etwa 4km am See entlang, bevor es recht steil durch ein Grizzly Habitat hinauf zum Aussichtspunkt ging. Auf der Flachetappe machten wir Bekanntschaft mit 2 englischen Wanderen, Susan und Alex, die sich allerdings nicht entschließen konnten, den Aufstieg zum Lookout mit uns gemeinsam anzutreten. Da die Sträucher um diese Zeit noch keine Beeren tragen, war das Risiko auf Gryzzlies zu treffen recht gering – und wie erwartet erreichten wir ohne Bärenbegegnung unser Ziel. Fast der ganze See war von hier oben einzusehen und trotz starkem Wind verbrachten wir einige Zeit hier oben, um ausgiebig die Aussicht zu genießen. Auf dem Rückweg legten wir noch eine kleine Pause am Seeufer ein, an einer einsamen Stelle, von wo aus kein anderer Wanderer zu sehen war – ein wirklich tolles Erlebnis!. Geschafft, aber zufrieden traten wir die Rückfahrt zum Campground in Banff an und fielen nach Dusche und kurzem Abendessen erledigt in die Kissen.

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Blick auf Lake Minnewanka vom Aylmer Lookout

Heute waren zunächst kleine Einkäufe zu erledigen. Da in Laufweite ein Fahrradverleih gelegen ist, haben wir uns erkundigt ob für den morgigen Tag eine Mountainbiketour von Canmore über eine alte Fireroad zurück nach Banff möglich gewesen wäre – leider ist dieses Vorhaben daran gescheitert, dass ein Shuttleservice, der uns mitsamt Rädern zum Trailhead bringen sollte noch keinen Sommerbetrieb aufgenommen hatte und auch für uns keine Extrafahrt machen wollte. Da die Sonne mittlerweile hoch am Himmel stand und man den Temperaturanstieg, vergliechen mit den vorhergehenden Tagen, duchaus als Hitzewelle bezeichnen konnte, entschieden wir uns für den Nachmittag kleinere Wanderungen im Stadtgebiet von Banff anzugehen. Zunächst vom Banff Center, dem örtlichen Kulturzentrum, durch lichten Wald hinab zum Bow River und dann wieder wieder ansteigend, hinauf zu den Hoodoos. Hierbei handelt es sich um markante Steinsäulen die der Errosion dank einer schützenden Deckschicht wiederstanden haben und heutzutage, stummen Beobachtern gleich, an den Hängen zum Fluss hin zu bewundern sind. Danach ein Bogen zurück nach Banff, um über den für Autos gesperrten Tunnel Mountain Drive zum Weganfang zur Begehnung des gleichnamigen Stadtberges zu gelangen. Den Namen trägt der Berg übrigens, dank Eisenbahnerplänen, bei Erschließung des Gebiets einen  Tunnel durch die Erhebung im Bow Valley zu treiben. Der Plan wurde als zu kostspielig verworfen, der Name für den besseren Hügel trägt der Berg bis heute. Bei herrlichem Sonnenschein genossen wir von hier oben die Aussicht auf Stadt und Tal, bevor wir uns auf den Rückweg zum Campground machten.

P1030303Die Hoodoos bei Banff

Heute galt es den Menschenmassen die Banff an diesem Wochenende bevölkerten bestmöglich aus dem Weg zu gehen. Es sollte uns nur teilweise gelingen…

Vormittags fuhren wir über den Minnewanka Loop zum Upper Bankhead Picknicklatz, wo sich der Einstieg zu unserer heutigen Wanderung befand. Der C-Level-Cirque führte uns vorbei an alten, aufgegebenen Kohlegruben – von einer Abraumhalde aus bot sich ein toller Ausblick auf den Lake Minnewanka – hinauf in einen, noch schneegefüllten Felsenhalbkreis. Der Rucksack diente als Sitzunterlage und isolierte gegen die Kälte und der mitgebrachte Tee wärmte von Innen – so ließ sich der Ausblick doch einige Zeit genießen, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Wieder unten angekommen, war der Picknickplatz bereits mit Wochenendausflüglern gefüllt und so fuhren wir weiter auf dem Loop zum Lake Minnewanka, wo jedoch auch kein Parkplatz mehr zu ergattern war. Das gleiche Bild bot sich etwas weiter auch am sehr schön gelegenen Two Jack Lake und so beschlossen wir einen Überlauf-Parkplatz in der Nähe des Johnson Lake anzusteuern – in unmittelbarer Nähe fand sich dann an einem kleinen Flusslauf ein ruhiges Plätzchen, wo wir die nächsten zwei Stunden die Seele baumeln lassen konnten und hofften, dass etwas später der Ansturm etwas nachlassen würde und wir doch einen ruhigen Blick auf Two Jack Lake und Lake Minnewanka werfen könnten. Zurückschlendernd zum Camper wurden wir allerdings von aufgebrachten Rangern empfangen, die emsig bemüht waren, den Parkplatz zu leeren, somit auch froh waren, uns als Fahrer des noch auf dem Platz verbliebenen Campers ausmachen zu können. Grund für die Aufregung war ein auftauchender Grizzly Bär, der, unbeeindruckt von der Aufregung, an einer Ecke des Parkplatzes nach Essbarem suchte. Da unser Wagen genau in dieser Ecke des Platzes geparkt war, kamen wir einem wild lebendem Grizzly so nahe, wie vermutlich nie wieder in unserem Leben. Leider verhinderte der hochgeschossene Adrenalinpegel eine wackelfreie Aufnahme des Bären. Noch beindruckt von dieser Erfahrung besuchten wir danach noch die Seen und fuhren danach beseelt zum Campground in Banff zurück, wo wir mittlerweile einen ordentlichen Stellplatz ergattern konnten.

P1030264Teepause mit Blick auf C-Level Cirque

Nach Aufstocken der Lebensmittelvorräte besuchten wir zunächst das Visitor-Center von Lake Louise. Die sehr kompetente Auskunft des Rangers bestätigte zum einen unsere Vorahnungen, dass höherliegende Wanderwege allesamt wegen Schneesituation und Lawinengefahr unmöglich waren. Zum anderen bekamen wir aber auch den Tipp, wie wir doch noch eine aussichtreiche Wanderung in der Nähe unternehmen können – dazu später mehr. Zunächst stürzen wir uns in die Masse an Touristen, die sich zum namengebenden Bergsee des Ortes aufgemacht hatte. Dort angekommen mussten wir zunächst feststellen, dass die tief türkisgrüne Färbung des Sees, hervorgerufen durch im Gletscherausfluss enthaltenen Mineralien, unter fast vollständiger Eisdecke verborgen blieb. Trotzdem ist die Lage des Sees, umgrenzt zu drei Seiten von steil aufragenden Felswänden als schlicht spektakulär zu bezeichnen und ein Bild findest sich so verständlicherweise in fast allen Reiseführern und auf unzähligen Erinnerungsstücken. Wir nahmen uns die Zeit und schlenderten am Uferweg des Sees zum entgegen gesetzten Ende und ließen so die Umgebung ausgiebig auf uns wirken. Froh den Massen zu entkommen, fuhren wir danach auf dem Bow-Valley-Parkway zum Trailhead der nachmittäglichen Wanderung, hinauf zum Castle-Lookout, einem alten Feuerwachtplatz, von dem ein herrlicher Ausblick über das gesammte Bow-Valley und auf die gegenüber aufragenden Gipfel des Mount Whymper und der Stanley Peak möglich war. Danach weiter zum Johnston Canyon, wo wir uns noch die Lower und Upper Falls ansahen. Quartier für die Nacht erhielten wir auf einem Notstellplatz des Tunnel Mountain Trailer Parks hoch über Banff, der aufgrund des langen Wochenendes um den Victoria’s Day und dank des mittlerweile sommerlichen Wetters brechend voll war.

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Lake Louise

Bei Regen und geschlossener Wolkendecke machten wir uns auf zum Icefield Centre, welches zu Füßen des Columbia Eisfelds, mit Blick auf den Athabasca –Gletscher die Massen anzieht. Da die Wolken derart tief lagen, dass kaum ein Blick auf den Gletscher möglich war. Vertrieben wir uns die Zeit mit einer Videovorführung zu Eisfeld und Naturpark im Wechsel dreier – relativ kurzer -kurzer Menschengenerationen. Nach Ende der Vorstellung wurde das Wetter auch tatsächlich langsam besser und so beschlossen wir den nahegelegen Wilcox-Pass-Trail ein gutes Stück bergan zu gehen, um einen herrlichen Blick auf Athbasca- und den benachbarten Dome Glacier zu bekommen. Beide lagen nun teils sonnenbeschienen und eigerammt in Wolkenfetzen vor uns und bleiben uns als weiteres Highlight des Icefield Parkways in Erinnerung. Nach Weiterfahrt hatten wir danach, nach einem 20 minütigem Marsch über meterhoch liegenden Schnee noch einen tollen Blick auf den zugerfrorenen Peyto Lake tief unter uns liegend. Recht spät, aber „randvoll“ mit Eindrücken kamen wir in Lake Lousie an, um den Tag auf dem dortigen Campground zu beschließen.

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Athabasca & Dome Glacier am Columbia Icefield